Die tägliche Korrespondenz wird im Geschäftsleben mittlerweile zu einem großen Anteil per E-Mail geführt, zwischen Geschäftspartnern ebenso wie unter Kollegen. Häufig werden hierbei wichtige Regeln der Kommunikation missachtet und so manche Geschäftsbeziehung nachhaltig geschädigt. Gerade, wenn Sie Ihre Position gewechselt haben, vielleicht sogar das Unternehmen, sollten Sie peinlich genau auf Ihren Schreibstil achten.
Die wichtigste Frage zuerst: Ist ein Mail für dieses Anliegen wirklich das geeignete Kommunikationsmittel?
Bestimmte Themen eignen sich nicht, um per E-Mail kommuniziert zu werden. So sind Themen auf der Beziehungsebene, z.B. Konflikte oder Beschwerden besser persönlich oder zumindest per Telefon auflösbar. Eine E-Mail ist schnell verschickt, Sie können die Reaktion nicht beobachten, nicht schnell reagieren und etwas klarstellen. Bei unangenehmen Themen führt dies schnell zu einer unerwünschten Eskalation. Wenn Sie eine ärgerliche E-Mail schreiben, lassen Sie diese besser noch einen Tag lang in Ihrem Postausgang liegen und prüfen diese vor dem Versand noch einmal. Durch einen zeitlichen Abstand bekommt man oft einen anderen Blick auf eine Situation.
Die Informationsflut der heutigen Zeit ist nicht zuletzt durch die Nutzung von E-Mails übermäßig gestiegen. Jeder will über alles informiert sein und jeder denkt, seine Aktivitäten wären für alle wichtig. E-Mails sind aber oft einfach nur Zeitdiebe. Starten Sie damit, Zeit für sich selber und für Kollegen zu sparen, indem Sie E-Mails bewusster einsetzen. Eine Funktion, die beim Versand von E-Mails gerne genutzt wird, ist das sogenannte „Cc:“ (carbon copy- engl. für Durchschlag) und „Bcc:“ (der verdeckte Durchschlag). Nicht selten finden sich zwei oder drei Kollegen in der „Cc:“-Zeile einer E-Mail. Natürlich ist dies praktisch, um diese Empfänger schnell über den Inhalt und Versand der E-Mail zu informieren. Kopieren Sie aber eher sparsam Empfänger in diese Zeile und überlegen Sie sorgfältig, welche Informationen Sie im „Cc:“ weitergeben müssen und wer über welche Vorgänge tatsächlich informiert werden muss.
Doch natürlich bietet die Kommunikation per E-Mail viele Vorteile: Vor allem, wenn eine Nachricht (etwa bei Terminbestätigungen) sehr kurz ist. Eine Mail eignet sich zudem ausgezeichnet dazu, digitale Daten zur Weiterverarbeitung zu verschicken. Zudem können Sie eine Anfrage schnell per E-Mail senden, wenn ein Anruf stören könnte. Viele Geschäftsleute rufen ihre E-Mails in Meetings oder anderen Situationen ab, in denen sie einen Anruf nicht entgegennehmen können.
Grundsätzlich sollten E-Mails mit derselben Sorgfalt geschrieben werden wie Briefe. Die wichtigsten Regeln für E-Mails mit Stil: